Mit lebenslangem Lernen am Ball bleiben

Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr. So lautet ein bekanntes Sprichwort. Dass es in jungen Jahren leichter fällt, sich neue Inhalte einzuprägen mag ja stimmen, jedoch macht lebenslanges Lernen nicht nur schlau, sondern bietet auch Vorteile im Berufsleben. Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es heute viele. Vom traditionellen Kurs auf der Volkshochschule über ein Abendstudium bis hin zu modernen E-Learning Methoden reicht die Auswahl. Doch Bildung im Erwachsenenalter kostet auch Geld. Wer nicht das Glück hat, den Kurs vom Arbeitgeber bezahlt zu bekommen, der sollte die Werbeprospekte genau ansehen. Manchmal gibt es darin nämlich Rabatte auf Fortbildungen wie einen Frühbucherbonus. Außerdem findet man in der Werbung oft auch Hinweise auf Fördermöglichkeiten, die man auf jeden Fall nutzen sollte.

Zieldefinition als erster Schritt

Menschen bilden sich heute aus ganz unterschiedlichen Gründen weiter. Doch nur mit der richtigen Einstellung wird man auch Erfolg beim Lernen haben. Wichtig ist, sich zunächst einmal mit der eigenen Motivation auseinandersetzen. Danach richtet sich nämlich oft auch die Auswahl eines geeigneten Lernmediums oder eines speziellen Kurses.

Der Grund für die Weiterbildung ist nämlich mitentscheidend für den Umfang und die Wahl der Bildungseinrichtung. Macht man einen Kurs, um beruflich weiterzukommen. Manche Arbeitnehmer werden von ihrem Chef zu einer Fortbildung angemeldet. Dabei hat man selten die Wahl, wo man die Schulung macht. Möchte man sich jedoch aus Eigeninitiative weiterbilden, um sich bessere Karrierechancen im Job zu sichern, lohnt es sich Vergleiche anzustellen. Dabei ist unter anderem auf folgende Punkte zu achten:

  • Lassen sich die Lehrzeiten mit dem Beruf vereinbaren?
  • Wie sieht es mit der Freizeit während der Fortbildung aus?
  • Kann ich die Fortbildung von der Steuer absetzen?
  • Welchen Abschluss bietet die Bildungseinrichtung – Zeugnis, Diplom, etc.?
  • Wie lange dauert der Kurs und ist flexible Gestaltung möglich?

Gerade wenn man freiwillig eine Weiterbildung anstrebt, ist die Motivation dafür meist unterschiedlich. Manche möchten ihren Arbeitgeber mit dem Engagement beeindrucken und sich so den aktuellen Job sichern. Andere wiederum sehnen sich nach einem beruflichen Aufstieg oder einem Jobwechsel, während andere sogar mit dem Gang in die Selbständigkeit spekulieren. Dann gibt es natürlich auch viele, die sich für die Freizeit weiterbilden möchten. Bestes Beispiel dafür sind Sprachkurse, um sich im Urlaub besser verständigen zu können.

Wichtige Überlegungen vor der Kursbuchung

Anfangs sind die meisten Teilnehmer einer Schulung motiviert und voller Eifer. Doch nach einiger Zeit nimmt die Lust darauf ab. Einer der Gründe dafür ist das viele ihren individuellen Lerntyp nicht kennen. Nicht jeder prägt sich nämlich Inhalte im klassischen Frontalunterricht am besten ein. Nur die Auditiven Lerntypen kommen damit am besten zurecht. Charakteristisch für Auditive Lerntypen ist, dass sie sich Gehörtes sehr leicht merken. Sie diskutieren meist auch gerne mit anderen Teilnehmern über die Inhalte. Den visuellen Lerntypen hingegen erkennt man ganz gut an seiner Körpersprache. Er sitzt gerade und bewahrt gerne eine gewisse Distanz zum Vortragenden. Er benötigt einen klaren Überblick über die Inhalte und prägt sich Gesehenes besser ein als Gehörtes. Durch seine auffallende Gestik erkennt man den kinästhetischen Lerntyp, der gerne in Bewegung ist. Er lernt am besten aktiv, also durch Ausprobieren und Tun. Natürlich gibt es zahlreiche Mischformen, seinen Lerntyp zu kennen macht jedoch durchaus Sinn. Dadurch erkennt man nämlich, ob man zum Beispiel mit Workshops mit vielen Übungen und Kontakt zu anderen Teilnehmern oder alleine besser lernt. Auch in die modernen E-Learning Tools fließen übrigens die verschiedenen Lerntypen mit ein. Oft wird nicht nur mit Texten, sondern auch mit Hörbeispielen und interaktiven Test gearbeitet. Somit sollen möglichst viele Sinne angesprochen werden.

Kostenkontrolle und Fördermittel checken

Wer sich für einen E-Learningkurs entscheidet, steigt meistens günstiger aus. Das liegt daran, dass keine Vortragenden bezahlt werden müssen und auch keine Mietkosten für den Schulungsraum anfallen. Darüber hinaus spart sich der Teilnehmer auch die Anreisekosten. Diese muss man nämlich ebenfalls einkalkulieren. Findet die Fortbildung nicht dort statt, wo man zu Hause ist, kommen nicht nur die Kosten für das Benzin oder die Fahrkarte für die öffentlichen Verkehrsmittel dazu, man muss auch für die Nächtigung bezahlen. Es lohnt sich gerade bei beruflicher Fortbildung, um eine Förderung anzusuchen. Erster Ansprechpartner dafür ist die eigene Firma. In das Erstgespräch mit dem Chef über dieses Thema sollte niemand unvorbereitet gehen. Man muss sich schon vorher überlegen, welche Vorteile dem Unternehmen durch die Schulung entstehen also zum Beispiel der Aneignung neuer Fertigkeiten, Wissenstransfer auch zu den Kollegen und mehr Service für die Kunden. Darüber hinaus kann es unter bestimmten Voraussetzungen auch eine staatliche Förderung geben. In Deutschland gibt es zum Beispiel das WeGeBau Programm der Bundesagentur für Arbeit, das gering qualifizierte Arbeitnehmer unterstützt. Vor allem profitieren Beschäftigte davon, die älter als 45 Jahre sind. Arbeitslose können mit einer Fortbildung ebenfalls die Chancen auf die Rückkehr in das Erwerbsleben erhöhen. Mit Bildungsgutscheinen wird für sie eine Fortbildung finanzierbar.

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