Studentenleben – Realität und Fiktion

Die Realität des Lebens einer Studentin bzw. eines Studenten in der Deutschen Bunderepublik sieht nicht so rosig aus als man vielleicht denkt. Oft ist zu lesen, dass Deutsche Studenten und Studentinnen faul auf der Haut liegen, den ganzen Tag nur U-Bahn fahren und auf ihren Smartphones und Laptops herumspielen. Diese Fiktion, die den Deutschen Studenten und Studentinnen immer wieder vorgeworfen wird, ist fernab jeglicher Realität. 2,5 Millionen Studenten in Deutschland lassen Fakten sprechen, die einen Abiturienten das Vorhaben Studium vermutlich überdenken lassen.


Kosten eines Studentenlebens in Deutschland

Grafik: vouchercloud.de

Deutschland und seine Studenten

Das Leben als Student bzw. Studentin ist in diesen Tagen nicht einfach. Die steigenden Lebenserhaltungskosten sowie Mietkosten in den Universitätsstädten erschweren den Traum von einem Universitätsabschluss. Im Durschnitt benötigt jeder Student bzw. jede Studentin an die 794 Euro im Monat.

Diese Kosten können durch die BAFÖG allein aber nicht mehr gedeckt werden. Daher haben 63% der deutschen Studierenden einen Nebenjob. Diese Nebenjobs haben aber in der Regel nichts mit dem Hauptfach des Studierenden bzw. der Studierenden zu tun. Angefangen vom Kellner über Fahrradkuriere bis hin zu Reinigungsjobs, die Studenten des 21. Jahrhunderts nehmen beinahe jeden Job in Kauf um den Traum von einem Studienabschluss wahr werden zu lassen. Im Durchschnitt arbeitet ein Student bzw. eine Studentin an die 35 Wochenstunden, zusätzlich zu den Kursstunden; ein Fakt, der unzählige Studierende an das physische und psychische Limit ihrer Leistungsfähigkeit bringt.

Der Traum vom gut bezahlten Job nach dem Studium

Trotz dieser Fakten steigt die Zahl der Studierenden in der Deutschen Bundesrepublik. Da wirft sich die Frage auf, warum jemand freiwillig durch dieses Prozedere gehen möchte. Die Antwort ist einfach: Nach dem Abschluss des Studiums erhoffen sich die Studierenden einen gut bezahlten Job. Die Studierenden sind davon überzeugt nur durch einen Studienabschluss an einer renommierten Universität diesen Traumjob zu erhalten. Doch der Weg zum Traumjob ist oft lang und beschwerlich. Das Studium ist erst die erste Hürde, die genommen werden muss. Großunternehmen wie Google oder facebook warten nicht vor den Toren der Universität mit hochbezahlten Jobs. Diese muss man sich erst erarbeiten und das kann einen längeren Zeitraum in Anspruch nehmen.

Wie kann man die Lebenserhaltungskosten während des Studiums niedrig halten?

Um die Lebenserhaltungskosten in Grenzen zu halten gilt es entweder zu Hause zu wohnen oder sich die Mietkosten mit Kommilitonen zu teilen. Weiteres heißt es: Selbst ist der Koch; Selbstgekochte Mahlzeiten fallen wesentlich billiger aus als ein Restaurantbesuch. Bücher und Materialien für die einzelnen Kurse müssen nicht immer neu sein. Gebrauchte Bücher können bereits zu wenigen Euros online erstanden werden.

Das neue System: Bachelor – und Masterstudium

Deutschland hat das Studiensystem in den letzten Jahren an das international anerkannte Bachelor – und Mastersystem angepasst. Dies gibt den Deutschen Studenten und Studentinnen die Möglichkeit einen Teil ihrer Studienzeit im Ausland zu verbringen. Nach dem Abschluss eines Bachelorstudiums ist es aber nun auch möglich ein komplettes Masterstudium im Ausland zu absolvieren. Um diesen Traum Wirklichkeit werden zu lassen, entscheiden sich immer mehr Studierende bei ihren Eltern zu leben. 87% der Studienfinanzierung übernehmen daher die Eltern der Studenten. Eine Zahl, die auch erklärt, warum die Deutschen in diesen Tagen später Heiraten und Kinder kriegen.

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