Ein Fernstudium ohne Zeitmanagement ist wie eine Platzpatrone: du erschrickst dich, aber es passiert nichts weiter!

Ich hab hier in dem ein oder anderen Beitrag schon erwähnt, dass es überaus wichtig ist, sich VOR der Aufnahme eines Fernstudiums darüber Gedanken zu machen. Die Gedanken sollten weniger dahin gehen „ob man es schafft“ oder nicht vielleicht „doch zu blöd dafür ist“ – hier möchte ich dich ermuntern: Jeder kann, wenn er will! Und damit drehe ich das andere kluge Sprichwort um, dass normaler Weise heißt: Jeder der will, kann auch!

Insgeheim glaube ich, dass unser Zeitmanagement über unseren eigenen Erfolg entscheidet. Wir sind es die das Steuerrad für unser Leben in der Hand haben. Nur zu gerne geben wir es aus der Hand, weil andere Dinge unser Leben beeinflussen. Hier ist es mal der Arbeitgeber, dort ist es mal der Partner und dann ist das sowie stressige Leben. Auch gerne angebracht werden Kinder, Umzüge oder was weiß ich! Ich will gar nicht bestreiten, dass dich solche Dinge mitnehmen können. Meiner Meinung nach können sie aber nicht dein Leben beeinflussen. Du bist derjenige, der den Dingen, die auf ihn einprasseln, so viel Gewalt gibt, dass sie dich aus der Bahn schubsen.

Die Verantwortung liegt nur bei dir!

Ich war während meines Fernstudiums damals in einer sehr glücklichen Situation. Mein damaliger Arbeitgeber wurde aufgekauft und gefühlt stand das Unternehmen ein halbes Jahr still, bevor sich wieder jemand bewegen durfte. Das lag vor allem daran, dass die Prozesse mit dem aufkaufenden Unternehmen abgestimmt und umgestellt wurden. In diese Situation herein habe ich mein erstes Studium in der Form des Dualen Studiums beendet und wurde als Sachbearbeiter übernommen. Keineswegs will ich überheblich klingen, aber ich habe nicht studiert, um dann Dokumente zu stempeln, zu sortieren und damit Container auf dem Hafen zu holen.

Ich wurde also vom Leben „verdroschen“ mich zu kümmern. Ich wollte nicht so arbeiten wie es der Fall war. Glücklicherweise wurde ich übernommen und konnte mich von daher aus einer gesicherten Position heraus umschauen. Das kann ich nur jedem empfehlen der im Berufsleben steht, auch wenn er nicht ganz so viel Zeit zur Verfügung hat wie ich damals. An der Stelle nochmal einen Dank an meinen damaligen Chef, der seinen Mitarbeiter die Folgen der Übernahmen erfolgreich vom Hals gehalten hat.

Jage das Richtige und schieße nicht sofort auf das Erste!

Ich tendiere schon immer zu Schnellschüssen. Ungerne verbringe ich viel Zeit mit einer Entscheidung. Das hat viele Vorteile, aber hier wäre es vermutlich ein Nachteil geworden. Du solltest dich ruhig und besonnen umschauen. Ein neuer Job ist das eine, aber ein Studium ist etwas, dass dein Privatleben beeinflusst. Wechselst du den Job ändert sich größtenteils nur die Adresse wo du hinfährst und die Kollegen, die du zum Essen einlädst. Die Entscheidung zu einem Fernstudium ändert übergangsweise dein komplettes Leben.

Ich habe mir damals, vor der Entscheidung zu einem Studium, meine Zeitverbräuche aufgeschrieben. Dann habe ich den Aufwand, den die Fernuni Hagen angab, schlichtweg verdoppelt und versucht die Zeit in meinen Alltag einzubauen. Ich glaube dass es jedem von uns möglich ist täglich vor oder nach der Arbeit noch 2-3 Stunden etwas für die eigene Bildung zu tun. Das muss nicht immer heißen, dass du bis tief in die Nacht über den Büchern hockst. Schon das Lesen von Studien oder das Schauen von Youtube-Videos (die passend sind und keine russische Verkehrsvandalen oder Katzenkinder auf der Couch) rechne ich in diese Zeit mit ein. Auch samstags früh aufzustehen und noch 4-5 Stunden etwas zu tun empfand ich als machbar.

Du solltest dich bei der Entscheidung also nicht von deinem Ego leiten lassen. Das erzählt dir eh nur Blödsinn. Recherchiere GENAU was du studieren willst und welcher Anbieter aufgrund des Angebots der Beste für dich ist. Und dann versuche die Aufwände in deinen Alltag einzubauen und dein Leben für die Studienzeit danach auszurichten. Es ist behämmert 16 oder 17 Stunden am Tag zu verplanen und dann am Vollzeit-Studium zu scheitern. Viel sinnvoller ist es das so für dich einzubauen, dass es trotz Job und trotz Studium auch noch ein Leben für dich gibt.

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Es verschiedene Anbieter und Autoren, die überaus interessante Bücher zum Thema Zeitmanagement geschrieben haben.

Würdest du mich fragen, was mich am meisten beeinflusst hat ein gutes Zeitmanagement für mich selbst aufzusetzen, würde ich dir vermutlich die pomodoro-Technik benennen. Das beste Buch ist glaube ich das von Manfred Hogmüller „Zeitmanagement“ und von David Allen „Wie ich die Dinge geregeltkriege“. Besonders ans Herz legen möchte ich dir aber den Podcast von Zeitmanager Ivan Blatter aus der Schweiz. Seine Online-Kurse sind absolut empfehlenswert, auch wenn sie erst nach dem Studium zu nutzen begonnen habe.

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